Dalsheimer Kerwe 2015

 
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FLÖRSHEIM-DALSHEIM - Mit donnernden Böllerschüssen aus den Lunten der Schützengesellschaft Flörsheim-Dalsheim fiel am Samstagnachmittag der offizielle Startschuss für die Kerwe im Ortsteil Dalsheim. Mit den lautstarken Schüssen, die sogar die benachbarten Flörsheimer noch hörten, war die Eröffnungszeremonie der Dalsheimer Kerwegesellschaft aber noch lange nicht abgeschlossen.

Denn die Dalsheimer feiern ihr Dorffest nicht nur bis in die späten Abendstunden, wie bereits am Freitagabend beim inoffiziellen „Kerwe-Warm-Up“ deutlich wurde. Die Dalsheimer zelebrieren auch ihre alten Bräuche rund um den Beginn des lieb gewonnen Dorffests ausgiebig.

AUSBLICK

Nächstes Jahr pausiert die Dalsheimer Kerwe. Stattdessen wird wieder das Fleckenmauerfest stattfinden. Es steht diesmal ganz im Zeichen der 1250-Jahr-Feier des Ortes und des 200-jährigen Rheinhessen-Jubiläums.
So schloss sich an die Böllerschüsse und einen Auftritt des Männerchors der Chorgemeinschaft Flörsheim-Dalsheim gleich der nächste Brauch an: das Ausgraben der Kerwe. Dafür „bewaffnete“ sich Kerweborsch Jonas mit einem Spaten, sein Kerwemädchen Julia stattete sich mit einem überdimensionalen Weinglas aus.

Flasche schnell gefunden

Wie in Rheinhessen üblich, steckt hinter dem Ritual der Kerweausgrabung die Suche nach einer im Vorjahr im Boden vergrabenen Weinflasche. In Dalsheim befindet sich die „Grabstätte“ direkt neben Kriegerdenkmal. Dorthin marschierten die beiden Repräsentanten gemeinsam mit einer Delegation der Kerwejugend, um die Kerwe aus ihrem einjährigen Schlaf zu wecken. Nach nicht einmal einer Minute gelang Kerweborsch Jonas das Vorhaben. Ganz offensichtlich erinnerte er sich noch sehr gut daran, wo sein Kerwemädchen die Flasche bei der letztjährigen Beerdigung der Kerwe vergraben hatte.
Etwas länger dauerte dagegen das Öffnen des Weißweins, der 365 Tage unter der Erde schlummerte. Auf die kurze und zutreffende Feststellung des Kerweborsch, „Do isser jo“, folgte das traditionelle Dalsheimer Sprichwort: „Schenk oi, schenk oi, es muss e mool getrunke soi!“ Das ließ sich Kerwemädchen Julia selbstverständlich nicht zwei Mal sagen, nahm einen kräftigen Schluck aus dem XXL-Weinglas und reichte es anschließend an die Kerwejugend weiter. Frisch gestärkt zog der Tross samt Kerwebaum danach in Richtung Festplatz.
Auf dem Kerwegelände mitten im Dalsheimer Ortskern erwarteten vor allem die Kinder das Aufstellen des bunt geschmückten Baumes sehnsüchtig. Denn dieser war wie immer dekoriert mit Brezeln, die sich die Kleinen beim traditionellen Kerwebaumklettern angeln durften. Während die Kinder nach dem Ende des letzten samstäglichen Brauchs genüsslich ihre kleine Leckerei verspeisten, unterhielt die Showtanzgruppe „Break Ranks“ des TSV Flörsheim-Dalsheim das Festvolk. Für die weitere Abendunterhaltung sorgte die „Bernd Müller Band“ mit Livemusik. Am Sonntag folgte zu früher Morgenstunde der ökumenische Gottesdienst, das Theaterstück „Nur Kaffeeklatsch“ der IG Theater und die allseits beliebte Kerweredd.

Im Gespräch mit Nachfolgern

Der Abschluss des Kerwewochenendes erfolgte durch den letzten Brauch der Dalsheimer. Nach dem „Holzevent“ der Dalsheimer Holzmafia begruben Jonas und Julia die Kerwe wieder an ihrem Ruheort. Für das Repräsentantenpaar dürfte dies übrigens die letzte Amtshandlung bei der Dalsheimer Kerwe gewesen sein. „Wir sind schon in Gesprächen mit unseren Nachfolgern“, verriet Kerwemädchen Julia gegenüber der WZ.

(Quelle: Wormser Zeitung vom 14.09.2015)


 

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