Dalsheimer Kerwe 2010

 
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Schenk ei, Schenk ei, es muss ach mo getrunke soi!“, lautete auch dieses Jahr, so wie es die Tradition verlangt, der Trinkspruch der Dalsheimer Kerwe. Am sonnigen Samstag, dem 11. September, war es dann wieder soweit. Ein Jahr Wartezeit war vergangen und das vielfältige Treiben auf dem Dalsheimer Römer konnte beginnen.

Bereits ab 5:00 Uhr in der Frühe begann der Brauchtumsverein fleißig mit seinem „Latwergekochen“. Für den Nachmittag war dann die offizielle Eröffnung vorgesehen. Die beiden Kerweborsch Tobias und Martin hatten zunächst einen auswertigen Termin. Gegen 15:00 wurde nämlich der neue Aussichtsturm Flörsheim-Dalsheims eingeweiht. Dieser befindet sich in den Weinbergen an der Bundesstraße 271 in Richtung Alzey. Auf dieser Neuheit kann man den Ausblick auf unser Dorf, weite Teile Rheinhessens und der Pfalz, bis sogar in den Odenwald genießen.
Um 16:30 wurde dann traditionell die Dalsheimer Kerwe eröffnet. Hierzu sorgte der Schützenverein mit den drei Böllerschüssen für den sehnsüchtig erwarteten Beginn. Nach der direkt folgenden Übergabe der Amtsgeschäfte durch Ortsbürgermeister Volker Henn an die beiden Kerweborsch und deren Begrüßung, durfte dann der Ehrengast ein Grußwort sprechen. Dieser war Hanna Christmann in Gestalt des Flörsheimer Fräuleins, der Amtskollegin der Kerweborsch aus Flörsheim. „Wasser macht weise, lustig der Wein. Drum trinken wir beides, um beides zu sein!“, so lautete ihre Botschaft, die freudig von den Gästen aufgenommen und im Verlauf der Dalsheimer Kerwe auch fleißig umgesetzt wurde.
Im Anschluss folgte dann der erste offizielle Programmpunkt. Dieser war die Tanzvorführung der Gruppe „Break Ranks“, die unter Leitung Annika Blattners und unter lautem Beifall eine mitreißende Performance an den Tag legten. Damit war die Dalsheimer Kerwe nun richtig im Gange und stand mit dem sonnigen Wetter unter besten Voraussetzungen. Gegen 17:00 Uhr gab es dann die offene Führung „Spaziergang entlang der Fleckenmauer“ auf dem Programm. Diese wurde mit gutem Zuspruch von den IG Gästeführern durchgeführt. Als nächster Programmpunkt und als vorläufiges Highlight, zumindest für die kleinen Gäste, kam es dann um 17:30 zu dem Stellen des Kerwebaums. Dieser ist ein langer Holzpfahl, an dessen oberen Ende ein Kranz befestigt ist. Die Attraktion daran ist, dass an dem Kranz Laugenbrezeln mit Kordel befestigt sind. Nun durften die kleinen Gäste den senkrecht stehenden Baum erklettern und sich eine Brezel ergattern.
Nach einer kleinen Programmpause erfreute der Männerchor um 18:30 Uhr die Älteren der Gäste. Wie auch im Vorjahr unterstützten die Kerweborsch, mehr oder weniger erfolgreich, die Sänger bei ihrem Auftritt.
Gegen 19:00 kam es dann zum wichtigsten Ereignis an diesem Tag, nämlich dem Ausgraben der Kerwe. Hierzu versammelte man sich und zog gemeinsam unter Begleitung von Elmar Strubel an der Trompete und Alexander Schäfer und Thomas Endres an den Trommeln, Richtung Kriegerdenkmal. Nach vielen Melodien und Trommelschlägen, erreichte die Kerwegemeinschaft das Kriegerdenkmal. Gekennzeichnet durch ein Kreuz mit Aufschrift „Dalsemer Kerwe“ wussten die Kerweborsch gleich, wo sie zu graben hatten. Schweiß und Tränen kennzeichneten nun die Aufgabe der Kerweborsch. Nach etlichen Schaufeln Erdreich, war man nun am Ziel angekommen und hatte die Kerwe in der Hand. Hierbei handelt es sich um die Flasche Wein, die im Vorjahr, ebenfalls feierlich, vergraben wurde. Wind und Wetter konnten dem Rebensaft nichts anhaben und so wurde er nun im großen Weinglas gemeinschaftlich genossen. Nach dem Verzehr ging es ebenfalls mit Trompete und Trommeln wieder zurück auf den Dalsheimer Römer. Dort präsentierte man nun die Kerwe. Hiermit war dann auch historisch die Kerwe eröffnet.
Ab 20 Uhr hieß es dann Musik und Tanzen bis spät in die Nacht. Hierzu legten die DJ’s Lui und Herbie fetzige Musik auf und animierten die Besucher zum Tanzen. Dies wurde dann auch ausgiebig bis in die frühen Morgenstunden getan.
Nicht minder heiter ging es dann am Sonntag morgen um 10:30 Uhr mit einem ökumenischen Gottesdienst auf dem Römer weiter.
Im Anschluss sorgte, wie über das gesamte Kerwetreiben, die IG Kochen für das leibliche Wohl in Form eines Mittagstisches. Groß und Klein konnte sich somit für das Highlight der Dalsemer Kerwe stärken: Die Kerwerede.
Um 14:00 Uhr war es dann soweit: Die Kerweborsch Martin und Tobias unterhielten einmal mehr mit einem humoristischen und auch mahnenden Streifzug durch das vergangene Ortsgeschehen die Kerwebesucher.
Direkt anschließend um 14:30 Uhr sorgte das Tanzatelier Ternis aus Flörsheim-Dalsheim für Akrobatik, Unterhaltung und Spannung. Im Rahmen eines Bühnenstücks präsentierten die verschiedenen Gruppen des Tanzateliers ihr Können.
Vocalis 2002, so der Name des gemischten Chors der Chorgemeinschaft Flörsheim-Dalsheim, war nun um 15:00 Uhr auf der Bühne versammelt und lieferte, ebenfalls mit der Unterstützung der beiden Kerweborsch, eine beeindruckende Show ab. Und eine Überraschung gab es zudem: Ortsbürgermeister Volker Henn feierte an diesem Tag seinen Geburtstag und die Kerwebesucher und Kerweborsch ließen es sich nicht nehmen, dem Ortschef ein Ständchen zu singen.
Nach der Sangeskunst ging es wieder sportlich und akrobatisch zu: Die Tanzgruppe „Jump Up“ legte eine perfekte Performance auf das Parkett, welche das Publikum mit Applaus und „Zugabe“-Rufen honorierte.
Ab 16:00 Uhr begann das traditionelle Bobby-Car-Rennen. In Formel 1-Manier kämpften die Kleinen mit ihren Bobby-Cars um den Grand-Prix-Sieg, wobei natürlich auch hier die Kerweborsch (natürlich außer Konkurrenz) nicht fehlen durften, die sich gegen Joachim Bähr, den 1. Beigeordneten der Ortsgemeinde Flörsheim-Dalsheim ein heißes Rennen lieferten.
Gegen 19:00 Uhr war jedoch die Zeit gekommen: Es war Zeit die diesjährige „Dalsemer Kerb“ zu begraben. Also marschierte man mit Pauken und Trompeten zum einstigen Ausgrabungsort und begrub die Kerb bis zum nächsten Kerwejahr 2011.
Auch dieses Jahr wieder ein sensationelles Ereignis, freut sich die IG Dalsemer Kerb zusammen mit den beiden Kerweborsch auf die Kerb 2011.
 

 

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